Eine Pflanze, 100 Möglichkeiten: Die Aloe Vera

Jeder kennt sie; jeder hat sie schon mal gesehen: die Aloe Vera. Sie gehört zu den sogenannten Sukkulenten, und davon gibt es einige. Zu der Aloe-Familie gehören über 400 Arten. Die Vera, also Aloe Vera, ist lediglich eine davon und dennoch die Bekannteste. Im Gegensatz zu vielen ihrer Artgenossen ist die Aloe Vera verträglich für Tier und Mensch. Doch was fasziniert uns so an dieser Pflanze? Wissen wir wirklich alles über sie? Auf dieser Seite gibt es alle Antworten zu diesem Publikumsliebling, von ihren Anfängen bis hin zu ihrer heutigen Haltung und Verwendung. Eine Pflanze, 100 Möglichkeiten, dafür steht die Aloe Vera.

Im Folgenden erhältst du alle Informationen rund um die Pflanze, die so vielseitig einsetzbar für Mensch und Tier ist. Auf dieser Seite gehen wir ehrlich mit dem Thema um und stellen somit auch die Risiken und Nebenwirkungen von Aloe Vera bei falscher Dosierung vor. Zugleich werden aber auch die vielen Vorteile des Gels thematisiert. Eines ist bereits gewiss: am Ende bleiben keine Fragen offen, sondern nur der Wunsch, selbst eine Aloe Vera zu besitzen.

Coole Pflanze, cooler Name
Im deutschen Sprachraum ist die Aloe Vera auch als Echte Aloe oder Bitterschopf bekannt. Diese Bezeichnungen ergeben sich aus dem Namen der Aloe Vera: „Aloe“ bedeutet “bitter”, während „Vera“ aus dem lateinischen übersetzt soviel wie „echt“ bedeutet. Tatsächlich lautet der ganze Name der Aloe Vera, die wir so gerne verarbeiten und für vielerlei Dinge verwenden, Aloe Vera Barbadensis Miller.

2. Tierfreundlich

Die Aloe Vera tut Tier und Mensch gut. Ihr Gel kann als Futterersatz für Hund und Katze genutzt werden. Dabei wird das Fell gepflegt und hilft der Verdauung. Außerdem ist das Aloe Vera Gel gut für das Immunsystem bei Katzen.

3. Ein Baum für dich

Frische Luft gefällig? Dann stelle eine Aloe Vera in dein Schlafzimmer. Nachts verwandelt deine Aloe Vera das Kohlendioxid in deinem Zimmer zu Sauerstoff. Das sorgt nicht nur vor einem erholsamen Schlaf, sondern auch für frische Luft die ganze Nacht lang bis in den Morgen hinein.

4. Die liebe Verwandtschaft…

Ach ja, die Aloe Vera tut uns so gut. Nicht hingegen viele ihrer Geschwister, denn nur wenige der Aloepflanzen sind für den Menschen wirklich gut. Andere sind sogar giftig für den Menschen. Also, Augen auf beim Aloe-Kauf!

5. Reife kommt mit dem Alter

Die Aloe Vera ist zwar schon seit Jahrtausenden bekannt für ihre heilende Wirkung, allerdings gibt es da einen kleinen Haken: tatsächlich muss sich die Heilkraft dieser Pflanze erst entwickeln. Und das passiert mit etwa 4 Jahren. Solltest du dir also eine Aloe Vera zulegen, achte auf das Alter oder sei dir dessen bewusst, bevor du ihr Gel für Entzündungen oder dergleichen einsetzt.

Geschichte und Tradition

Das die Aloe Vera längliche grüne Blätter hat, in denen ihr wohltuendes Gel enthalten ist, ist durchaus bekannt. Aber wusstest du, dass die Heilkräfte der Aloe Vera schon in der Antike bekannt waren? Schon hunderte Jahre v. Chr. wurden die Pflanze und ihre Kräfte in mehreren Ländern, darunter Indien und Griechenland, erwähnt. In der chinesischen Medizin wird sie seit dem 11. Jahrhundert schriftlich festgehalten. Auch im alten Ägypten hat die Aloe Vera ihre Spuren hinterlassen. Dort wurde sie bereits von großen Königinnen wie Kleopatra zur Schönheitspflege angewandt.

Tatsächlich hat die Aloe Vera jedoch ihren Ursprung in den arabischen Ländern wie dem Sudan. So bedeutet beispielsweise ihr botanischer Name „Aloe“, welcher ebenfalls aus dem arabischen kommt, „bitter“. Dieses „bitter“ bezieht sich auf den bitteren Geschmack der Aloe Blätter. In ihrer Heimat wurden auch ihre heilenden Kräfte erstmals erkannt. Zudem war sie besonders stark in Südafrika vertreten. Nach und nach verbreitete sich die Aloe Vera über ganz Afrika und gelang auch nach Übersee in asiatische Gebiete.

Obwohl die Aloe Vera sowohl in China als auch Indien für medizinische und kosmetische Zwecke verwendet wurde, geht aus einigen Quellen hervor, dass ihr Holz anfangs hauptsächlich gegen Atemgerüche genutzt wurde. Dazu wurde das Holz zerkaut, was einen angenehmen Duft und vor allem frischen Atem erzeugte. Auch die Herstellung von Salben fand bereits in den frühen Erfolgsjahren der Aloe Vera statt. Durch die Kreuzzüge gelangte die Pflanze nach Europa, wo sie heute auch gezüchtet und vermarktet wird. Zudem ist sie eine beliebte Zimmerpflanze für private Hobbybotaniker geworden.

Ihre lange Geschichte verbindet beinahe schon eine Tradition, die sich in unserer Faszination für diese vielfältige Pflanze festsetzt. Noch heute wird die Aloe Vera in vielen Bereichen der Medizin und vor allem in der Kosmetik genutzt.

Merkmale der Aloe Vera Pflanze

Relativ groß, grün und kakteenartig, so lässt sich die Aloe Vera wohl am besten beschreiben. Ganz stimmt dies aber nicht, denn beim genaueren Hinsehen fallen doch einige Besonderheiten auf. Als Blattsukkulente ist es nur natürlich, dass die Aloe Vera anderen wüstenartigen Pflanzen, wie beispielsweise Kakteen, relativ ähnlich sieht. Aber eben nur relativ. Denn im Gegensatz zu ihren piecksigen Kollegen hat die Aloe Vera viel stärkere Färbungen. Ihre graugrünen Blätter haben eine relativ hohe Farbintensität, durch die sie stets frisch und gesund aussehen.

Die Blätter der Aloe Vera können bis zu 50 cm lang und 7 cm breit werden. Daran befinden sich kleine, 2 cm lange Zähnchen, die aber zum Glück nicht beißen, also keine Scheu! Außerdem hat die Aloe Vera entweder einen sehr kurzen oder gar keinen Stamm. Ein weiteres besonderes Merkmal der Pflanze sind ihre rot-orangefarbigen Blüten. Deren Stände können bis zu 60 cm lang werden. So viel zu den Äußerlichkeiten. Doch sind es die inneren Werte, auf die wir Menschen soviel Wert legen und da kann die Aloe Vera richtig punkten.

Aloe Vera Blüte

Zu der Frage, was uns denn an der Aloe Vera so fasziniert, gibt es eine klare Antwort: ihr Gel. Das Aloe Vera Gel ist quasi das Fleisch ihrer Blätter. Es ist nicht flüssig, sondern eher geleeartig. Das Gel ist jenes, welches für uns vielfältig nutzbar ist. Unzählige Produktvarianten werden aus dem Gel hergestellt, auf die wir später noch etwas genauer eingehen werden. Das Gel kann ganz leicht geerntet werden. Wie genau das funktioniert und was du dabei beachten musst, erfährst du unter „Aloe Vera Gel“.

Die Aloe Vera enthält verschiedene Mineralstoffe sowie zahlreiche Vitamine, die für den menschlichen Körper wichtig sind. Dazu gehören Vitamin A, Vitamin B und Vitamin C. Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Calcium und Zink sind ebenfalls enthalten und fördern die menschliche Gesundheit. Somit ist die Aloe Vera ein wahrer Allrounder unter den Nahrungsergänzungsmitteln für den Menschen.

Aloe Vera Anbau

Aloe Vera Pflege: Die Aloe Vera braucht viel Sonne (20-25° C), wenig Wasser und einen luftdurchlässigen Boden

Für den Anbau der Aloe Vera ist es erstmal wichtig zu wissen, wie sich diese Pflanze vermehrt. Da in ihrer Ursprungsgegend nicht unbedingt der Tummel einer Großstadt herrscht und die Aloe Vera ziemlich auf sich alleine gestellt ist, muss sie sich ihrer Umwelt bedienen. Dazu hat die Pflanze Kapseln entwickelt, in denen sie ihre Samen aufbewahrt. Sobald diese zerplatzen, werden sie von Tieren und Luftströmen hinaus in die Welt getragen. Soviel zur Fortpflanzung der Aloe Vera. Doch diese Pflanze hat noch einige weitere besondere Merkmale, die ihr beim Überleben helfen:

Als Sukkulente braucht die Aloe Vera wenig Wasser. Dieses kann sie nämlich in ihren Speicherorganen sammeln und nach und nach verbrauchen. Zu viel Nässe ist ihr unangenehm, denn als Kind der afrikanischen Savanne ist sie hohe Temperaturen gewohnt.

Die Aloe Vera ist also eine pflegeleichte Pflanze mit niedrigen Anforderungen. Hauptsache warm. Aber nicht zu warm. Also nicht heiß. Aber eben auch nicht zu kalt. Bevor du völlig verwirrt bist, haben wir hier ein kleines Anbau-Rezept für deine Aloe Vera zusammengestellt:

Pflege und Anbau: Do’sZuerst einmal muss der richtige Boden her. In Sandböden, die lehm- oder kalkhaltig sind, fühlt sich die Aloe Vera kuschelig wohl. Anstelle einer Wolldecke bedarf es lediglich einen sonnigen Platz, vielleicht abgedeckt durch einen dünnen Vorhang.

Denn obwohl diese Pflanze ein Sonnenkind ist, so mag sie es doch nicht pur auf Dauer. Mit einem Hauch von 20 bis 25 Grad Celsius und einer Prise Wasser gibst du der Aloe Vera an absolutes Traumfeeling.

Pflege und Anbau: Dont‘sEs gibt zwei wesentliche Dinge, die generell vermieden werden sollten, wenn die Aloe Vera gesund und munter sein soll. Das erste No-Go ist Frost. Nicht einmal mit Schal und Wintermantel mag die Aloe Vera Frost. Nun fragst du dich vermutlich, was du denn beim Überwintern machen sollst. Dazu gibt es eine spezielle Vorgehensweise, die unter „Haltung“ erklärt wird.

Das zweite No-Go ist wässriger Boden. Das unwahrscheinlichste einer Aloe Vera ist, dass sie verdurstet. Sofern sie nicht nur einmal im Jahr Wasser bekommt, ist alles gut. Hier lautet die Devise: weniger ist mehr.

Aloe Vera Pflege und Haltung

Du hast vor, dir eine Aloe Vera Pflanze zu holen oder hast sogar schon eine daheim? Glückwunsch! Damit auch alles nach Plan läuft, haben wir hier einige Tipps für dich, wie du deine Aloe Vera am besten pflegst.

Zuerst einmal braucht deine Aloe Vera einen Boden, in dem sie sich wohl fühlt. Dieser schafft quasi die Basis. Lehm- oder kalkhaltiger Boden eignet sich hierbei am besten. Wasser braucht sie nicht viel, da kann sie ruhig etwas Trockenheit vertragen. Es empfiehlt sich, deine Aloe Vera zu düngen. Dies kannst du alle zwei bis vier Wochen machen. Dazu eignet sich besonders Dünger für Sukkulenten und Kakteen; du kannst aber auch Universal- oder Bio-Dünger verwenden.

Aloe Vera braucht luftdurchlässige Erde / Aloevera.de

Wie bereits gesagt, mag deine Aloe Vera es gerne sonnig und warm. Draußen kann sie problemlos in der Sonne gehalten werden. Allerdings unterscheidet sich die gewohnte Hitze Afrikas doch sehr mit der Zimmerwärme und den Sonnenstrahlen durch das Fenster. Wenn deine Aloe Vera also in der prallen Sonne durch das Fenster bestrahlt wird, kann es sein, dass sich nach einiger Zeit die Blätter rot-bräunlich färben. Um diesen Sonnenbrand an deiner Pflanze zu meiden, hänge einen dünnen Vorhang vor dein Fenster, sodass die Sonnenstrahlen etwas abgefangen werden.

Sollte dies nicht möglich sein, stelle deine Aloe Vera etwas weiter weg; vielleicht an einen Platz, wo die Sonne nicht direkt volle Power hin strahlt. Sie wird es dir danken und ihre Blätter wieder grün färben. Für eine angenehme Temperatur sorgt die Heizungsluft, aber auch eine warme Zimmertemperatur reicht für die Aloe Vera als Zimmerpflanze aus. Wie du es machst, ist letztlich egal. Hauptsache ist, dass die Vorlieben der Aloe Vera erfüllt werden.

Pflegehinweise
Standort:
Sonne bis Halbschatten
Boden:
sandig, lehm- oder kalkhaltig
Wasserbedarf:
gering
Wuchshöhe:
ca. 50 cm
Temperatur:
20-25° C
Düngung:
alle 2-4 Wochen
Blütezeit:
März bis Mai
Winterhärte:
Überwinterung im Haus
Nutzung:
Nutzpflanze
Eigenschaften:
essbar
Aloe Vera Pflegehinweise | Aloevera.de

Und wenn es doch mal kalt wird?

Wenn du eine Aloe Vera draußen hast, solltest du sie spätestens im September reinholen. Sie sollte bei Temperaturen von 10 bis 15 Grad Celsius überwintern. Dies hilft auch der Blütenbildung. Bei 5 Grad und weniger verabschiedet sich die Aloe Vera in die ewigen Sukkulentengründe. Während sie im Sommer den Vöglein beim Zwitschern und allen Menschen beim Spaß haben zuhört, so hat die sie im Winter gerne ihre Ruhe. Du musst sie also nicht zum Rodeln oder dergleichen mitnehmen. Auch die Pflege kann hier etwas leichter gehandhabt werden: in der Winterpause braucht deine Aloe Vera kein Dünger. Wasser solltest du ihr nur geben, wenn der Boden völlig ausgetrocknet ist. Auch hier bitte sparsam sein.

Wie du merkst, ist es nicht besonders schwer, deine Aloe Vera richtig zu halten und zu pflegen. Mit diesen paar oben genannten Tricks gelingt dir auf jeden Fall.

Aloe Vera Produkte

Wie wir schon verraten haben und du sicherlich auch bereits weißt, kann die Aloe Vera überaus nützlich für den Menschen sein. Dabei eignet sie sich bzw. ihr Gel sowohl für die innere als auch für die äußere Anwendung. Wie nützlich die Aloe Vera genau ist, erfährst du hier:

Aloe Vera Gel und Saft

Aloe Vera Produkte gegen Hautirritation

Hautirritationen können durchaus unangenehm sein, sind aber keinerlei Hindernis für das Aloe Vera Gel! Es beruhigt die Haut und sorgt somit für eine angenehme Erholung bei Irritationen.

Linderung bei Verletzungen

Die Aloe Vera ist überaus gut bei Verbrennungen. Ihr Blattgel hat nicht nur einen entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekt, sondern kühlt auch. Daher wird diese Pflanze auch als Creme oder Salbe gegen Sonnenbrände verarbeitet. Hierbei wirken Aloe Vera Cremes sogar besser als andere herkömmliche, Kortisonhaltige Cremes. Zudem wirkt das Blattgel auch antibakteriell. Dies ist gerade bei Verletzungen, zum Beispiel offenen Wunden, überaus wichtig, um Entzündungen vorzubeugen und die Heilung zu beschleunigen.

Die Aloe Vera für eine gesunde Verdauung

Die Aloe Vera ist auch sehr hilfreich für die Verdauung. Sie enthält Vitamine und Enzyme, die unter anderem den Blutzucker und das Cholesterin senken. Zudem sind diese Vitamine und Enzyme fördernd für die Verdauung, vor allem bei Verstopfungen.

Produkte zur Entgiftung und für das Immunsystem

Bei diesen ganzen heilenden Fähigkeiten ist es offensichtlich, dass die Aloe Vera überaus gut für dein Immunsystem ist. Durch die antibakterielle Eigenschaft ihres Blattgels entgiftet die Aloe Vera dein Immunsystem und fördert es dementsprechend.

Feuchtigkeitsspender gegen trockene Haut

Auch wenn es nicht so erscheint, so ist die Aloe Vera doch voller Vitamine, die ebenfalls sehr wirkungsvoll bei trockener Haut sind. Sie sorgt für genügend Feuchtigkeit und Frische. Dadurch kann sie sogar Hautkrankheiten wie Akne vorbeugen. Nicht umsonst ist die Aloe Vera weit in der Kosmetikbranche vertreten.

Abnehmen mit der Aloe Vera

Durch ihre Aminosäuren kann die Aloe Vera auch beim Abnehmen behilflich sein. Sie kurbelt den Fettstoffwechsel an, wodurch der Körper schneller und vor allem effektiver Fett verbrennt. Das hilft nicht nur der Verdauung, sondern auch dem Gewichtsverlust.

Aloe Vera Gel

Nun kommt das, worauf du schon lange gewartet hast. Trommelwirbel bitte…das Aloe Vera Gel! Die Supermacht der Pflanzenwelt. Übertrieben? Wohl kaum! Tatsächlich ist das Aloe Vera Gel in gewisser Art ein Wundermittel oder auch Allroundtalent. Wie wir dir bereits verraten haben, enthält das Gel wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die für den Menschen überaus wichtig sind.

Experten-Tipp

Du kannst sowohl die ganzen Blätter, als auch das daraus gewonnenen Gel einfrieren. Somit kannst du das Gel haltbar machen. Friere das Aloe Vera Gel z.B. in Form von Eiswürfel ein, damit du es portionsweise entnehmen kannst.

Doch bevor du nun anfängst, alle anderen Lebensmittel aus deinem Leben zu verbannen, ist es wichtig zu verstehen, dass die Aloe Vera lediglich als Nahrungsergänzungsmittel in dieser Hinsicht zu nutzen ist. Obwohl sie diese ganzen Nährstoffe beinhaltet, ist sie weder für den alleinigen noch für den dauernden Verzehr geeignet. Auch hier gilt: weniger ist mehr. Die Aloe Vera kann keine ausgewogene Ernährung ersetzen. Aber mehr dazu gleich. Erstmal gehen wir genauer auf die Herstellung und Verwendung ihres Gels ein.

Herstellung des Aloe Vera Gels

Ach, wie ist das fein, die Aloe Vera macht’s allein. Herstellen musst du erstmal gar nichts, das übernimmt deine Aloe Vera für dich. Du musst lediglich ernten. Das ist auch gar nicht so schwer. Dennoch ist es gut zu wissen, worauf du achten musst:

  1. Schneide ein Blatt von der Aloe Vera ab. Hierfür eigenen sich die äußeren Blätter am besten. Achte darauf, dass du das Blatt so nahe an der Innenseite abschneidest wie möglich.
  2. Entferne das eingetrocknete Gel an der Schnittstelle. Schneide dir das Blatt in mehrere kleine Stücke, so ist es einfacher, das Gel herauszunehmen. Falls du nicht das ganze Blatt auf einmal verwenden möchtest, kannst du es auch im Kühlschrank lagern, wo es bis zu zwei Wochen haltbar ist. Wenn du Vitamin E hinzufügst, kann sich die Haltbarkeit im Kühlschrank um 3 Monate verlängern. Oder du kannst das Gel herausnehmen und einfrieren.
  3. Am besten schneidest du nun eine Öffnung in das Blattstück an der Seite entlang. Somit kannst du das Blatt auseinanderziehen und das Gel herausnehmen. Dazu kannst du auch einen Löffel verwenden.
  4. Nun kannst du das Gel beliebig weiterverarbeiten (oder dir auch ein Stück zur Erfrischung gönnen).

Gel ja, Blattsaft pfui!

Das Gel kann vielseitig angewendet werden. Es bildet die Basis für alle weiteren Aloe Vera Produkte. Dies gilt auch für den Saft. Dieser ist lediglich eine verflüssigte Form des Gels. Er ist somit nicht zu verwechseln mit der historischen Bezeichnung. Der Aloe Vera Saft aus früheren Zeiten wurde aus den Blättern bzw. deren Rinde gewonnen, welche den bitteren Geschmack haben, nach dem die Aloe Vera benannt wurde. Allerdings enthält dieser Aloe Vera Saft Aloin, welches nicht in Nahrungsergänzungsmitteln vorkommen darf. Wir machen keine Späße! Es ist tatsächlich verboten! Der Saft, den wir wollen und konsumieren dürfen, ist das verflüssigte Gel aus den Blättern, welches kein Aloin enthält.

Bei der ganzen Auswahl an Aloe Vera Produkten ist es schwer, den Überblick zu behalten. Daher haben wir hier ein paar Tipps, worauf du beim Kauf von Aloe Vera Produkten achten solltest, um den bitteren Saft und schlechte Verarbeitungen zu meiden.

Kauftipp 1: Auf Gütesiegel achten

Gütesiegel sind immer hilfreich, um die Qualität von Produkten zu überprüfen und sich derer sicher zu sein. Bei Aloe Vera Produkten ist dies nicht anders. Ob als Medizin, für sportliche Zwecke oder eine wohltuende Geste; Produkte, die aus dem Aloe Vera Gel hergestellt werden, sollte es an Qualität nicht im geringsten fehlen. Hierzu geben dir Gütesiegel, zum Beispiel von der IASC (International Aloe Science Council), wichtige Informationen rund um die Qualität deines auserwählten Produktes.

Die IASC untersucht nämlich Aloe Vera Produkte auf die Reinheit und Ration des verwendeten Gels. Gerade bei Verwertung zum Getränk, also den guten Saft ohne Aloin, spielt die Verarbeitung eine wichtige Rolle. Sollte diese nämlich schlecht sein, können die guten Inhaltsstoffe der Pflanze zunichte gemacht werden. Das Siegel der IASC zeigt dir also, ob der Saft den Normen der Verarbeitung des Aloe Vera Gels entspricht. Hinzu kommen Informationen zum Anbau und der Verarbeitung der Pflanze.

Sollte das IASC-Siegel nicht auf deinem gewählten Produkt sein, so können die Zertifikate anderer Unternehmen, wie Fresenius, ebenso die Qualität sichern. Auch Bio-Siegel und Neuform-Zeichen stehen für qualitative Produkte.

Und noch als Zusatzinformation für dich: Aloe Vera Saft sollte mindestens zu 90 % aus Aloe Vera Gel bestehen.

Kauftipp 2: Bei verlässlichen Quellen kaufen

Kaufe deine Aloe Vera Produkte nicht irgendwo, sondern am besten in einem Fachgeschäft oder einer Apotheke. Gerade bei medizinischen Zwecken sollte eine Apotheke deine erste Anlaufstelle sein. Wenn du doch lieber in deiner Lieblingsdrogerie shoppst, dann achte unbedingt auf die oben genannten Gütesiegel. Wenn du dir deine eigene Aloe Vera Pflanze holen möchtest, um dein eigenes Gel zu ernten, solltest du dich auch hier an einen Fachhandel wenden. Hier kannst du sicherstellen, dass deine auserwählte Pflanze gesund und nicht überzüchtet ist oder mit Schadstoffen verunreinigt wurde.

Anwendung und Aloe Vera Produkte

Das Gel bildet die Basis für alle Aloe Vera Produkte. Der Anwendungsbereich ist groß und reicht von der Kosmetik bis hin zur Medizin und Ernährungskultur.

Doch hier gelten eben auch einige Vorsichtsmaßnahmen, denn obwohl die Aloe Vera grundsätzlich unsere Freundin ist, sollte man tunlichst nicht überdosieren. Empfohlen wird meist eine Menge von 15 bis 20 ml. Natürlich kannst du dies öfters über den Tag einnehmen, man sollte es eben nur nicht übertrieben. Es ist auch möglich, Aloe Vera Gel oder Saft langfristig einzunehmen, jedoch sollte dabei nicht auf einen gesunden Lebensstil, vor allem in Bezug auf eine ausgewogene Ernährung, verzichtet werden.

Am wichtigsten ist jedoch, dass das Aloe Vera Produkt kein Aloin enthält. Dies schmeckst du durch seinen bitteren Geschmack heraus. Aloin verursacht Verdauungsprobleme und kann bei Schwangeren sogar Wehen auslösen. Solltest du dennoch Aloe Vera Präparate von deinem Arzt verschrieben bekommen oder in der Apotheke dir holen, in denen Aloin enthalten ist, dann halte dich an die Dosierungs- und Einnahmeangaben.

So eine Aloe Vera ist schon etwas Feines. Besonders weil sie uns so viel gibt. Die Produktpalette ist so vielfältig wie ein Farbkasten. Bereits in der Antike wurde ihr Potential vielseitig genutzt, von Körperbehandlungen bis hin zur Medizin. Es ist wenig verwunderlich, dass diese Nutzung sich über die Jahrtausende nicht nur verbreitet, sondern auch vertieft hat. Für was Aloe Vera alles angewendet wird, erfährst du hier.

Aloe Vera Hautpflegeprodukte / Aloevera.de

Aloe Vera Kosmetik

Das die Aloe Vera mit ihren Eigenschaften vor allem der Kosmetikbranche zugute kommt, ist sicherlich keine Überraschung. Allerdings ist die Anwendung eventuell vielfältiger, als du bisher angenommen hast. Das Beste daran ist, dass du viele Produkte auch selbst mit deinem eigenen Aloe Vera Gel herstellen kannst. Zu den verschiedenen Anwendungsbereichen haben wir dir auch einige Rezepte zur Selbstherstellung aufgelistet:

Haarpflege mit der Aloe Vera

Gerade bei der Haarpflege ist die Aloe Vera besonders wirkungsvoll. Sie sorgt nicht nur für einen schönen Glanz, sondern spendet viel Feuchtigkeit, wodurch die Haare überaus geschmeidig werden. Ob als Spülung oder Conditioner, die Aloe Vera wird ihren Dienst für deine Haare tun.

  1. Aloe Vera Spülung
    Massiere das pure Aloe Vera Gel von der Kopfhaut bis zu den Spitzen ein; lasse es eine viertel Stunde einwirken und wasche deine Haare anschließend wie immer. Das sorgt für eine reichhaltige Feuchtigkeitsspende.
  2. Leave-in-Conditioner
    Vermische ein bisschen Jojoba-Öl mit Aloe Vera Gel und massiere die Masse wo nötig in die Spitzen oder Längen. Deine Haare werden mit Feuchtigkeit versorgt, wodurch sie fülliger und gesünder wirken.

Aloe Vera Hautpflege selber machen

Das Aloe Vera Gel lässt sich prima zu Cremes und Salben für die Haut verarbeiten. Ob für das Gesicht oder die Hände, die wohltuende Wirkung lässt die Haut geschmeidig wirken und versorgt diese außerdem mit genügend Feuchtigkeit. Gerade bei trockener oder schuppiger Haut kann diese Pflanze wahre Wunder vollbringen. Dabei kann das Gel als Serum, Peeling, Creme, Salbe und Maske verwendet werden.

  1. Serum
    Mixe dein Aloe Vera Gel mit deinem Lieblingspflege-Öl in einem Mixer oder Mixer-ähnlichem Gerät. Trage es anschließend auf deine Haut auf. Diese Mischung hilft besonders bei trockener oder irritierter Haut.
  2. Gesichtspeeling
    Bereit für ein Peeling der Superlative? Mixe dein Aloe Vera Gel mit Kichererbsenmehl, Jojoba-Öl und einer Prise Kurkumapulver. Trage die Masse auf dein Gesicht auf, lasse es einige Minuten einwirken und entferne das Peeling vorsichtig mit einem Handtuch. Du brauchst dein Gesicht nicht zu waschen, selbst wenn einige Rest drauf bleiben sollten.  Die Aloe Vera und das Jojoba-Öl enthalten nämlich wichtige Vitamine und spenden deinem Gesicht Feuchtigkeit. Das Kurkumapulver wirkt gut gegen Unreinheiten, während das Mehl den Peeling-Effekt erzeugt.
  3. Gesichtsmaske
    Süß und sauer passt perfekt zur Aloe Vera. Mische dein Gel mit etwas Honig und Zitronensaft. Trage die Masse auf dein Gesicht auf (nutze dafür am besten einen Pinsel) und lasse sie 15 Minuten einwirken. Wasche anschließend dein Gesicht mit lauwarmem Wasser. Auch hier wirkt die Aloe Vera erfrischend und feuchtigkeitsspendend.
  4. Aloe Vera Creme selbstgemacht
    Natürlich darf bei der feuchtigkeitsspendenden Aloe Vera eine Creme nicht fehlen. Für intensive Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit mixe Kokosöl mit Aloe Vera Gel im Verhältnis 70:30. Diese Creme kannst du speziell für deine Hände, aber auch deinen ganzen Körper verwenden.
  5. Erfrischungsspray
    Mische dein Gel mit etwas Wasser und fülle es in eine Sprühflasche. An heißen Tagen kannst du dir damit dein Gesicht oder Dekolleté einsprühen, da wirkt die kühlende Kraft der Aloe Vera am besten.
  6. Rezept für Aloe Vera Seife
    Deine Hände sind ständig im Einsatz. Dafür verdienen sie doch eine ganz besondere Pflege, oder? Für sanfte Hände kannst du dir aus deinem Aloe Vera Gel tolle Seifen herstellen. Nutze dazu Kokos-, Oliven-, Babassu-, Reiskeim- und Rizinusöl. Rühre die Lauge aus Wasser und Natriumhydroxid (nach Anleitung) an und lasse diese abkühlen. Schmelze die Kakaobutter im Wasserbad. Schalte die Wärmezufuhr ab und gebe die Öle hinzu. Lasse alles weiter abkühlen. Füge die Lauge durch ein Sieb zu den Ölen und rühre sie mit einem Plastikkochlöffel um. Püriere die Masse kurz und gebe dann das Aloe Vera Gel hinzu. Gib zum Schluss noch Duft-Öle hinzu. Lasse alles abkühlen.

Allgemeine Aloe Vera Körperpflege

Rasiergel

Dein Aloe Vera Gel bietet einen tollen Ersatz gegenüber den Rasiergel und -schaumarten aus dem Drogeriemarkt. Du kannst das Gel einfach auf deine Haut auftragen und los rasieren. Durch die Feuchtigkeit werden Hautrötungen und Rasierpickel vorgebeugt.

Augenbrauen- und Wimperngel

Bereit für mehr Volumen? Mische dein Aloe Vera Gel mit Rizinusöl und fülle die Masse in kleine Behälter. Lagere diese im Kühlschrank und trage sie über Nacht auf die Wimpern auf. Für deine Augenbrauen kannst du pures Gel verwenden, welches du mit einer Mascarabürste in Wuchsrichtung auftragen solltest.

Aloe Vera als Nahrungsergänzung

Als Nahrungsergänzungsmittel hat die Aloe Vera ebenfalls einige Vorteile, da sie überaus viele Vitamine und Mineralstoffe hat, die wichtig für den menschlichen Körper sind. Auch hier ist das Gel überaus praktisch. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dein Aloe Vera Gel in einen Vitamin Booster umzuwandeln.

  1. Eiswürfel
    Du kannst dein Aloe Vera Gel entweder verflüssigen und in einen Eisbeutelbehälter packen oder du kannst es in kleine Stücke schneiden und so einfrieren. Da das Gel ohnehin eine kühlende Wirkung hat, kommt dies im Sommer im Getränk als Eiswürfel besonders gut. Neben dem Frischekick erhältst du dann auch einen Vitaminschub.
  2. Wellness-Drink
    Durch die guten Vitamine und Mineralstoffe eignet sich das Gel auch als Wellness-Drink. Mixe ein bisschen Gel mit deinem Lieblingsfruchtsaft (Apfel-, Orangen-, Maracuja-, Beeren- oder andere Saftsorten). Füge noch einige Chiasamen hinzu und schon hast du einen tollen Energie- und Schönheits-Booster. Das gleiche Rezept kannst du auch bei Smoothies anwenden. Prinzipiell lässt sich mit dem Aloe Vera Gel jegliche Art von Gesundheitsdrink herstellen.
  3. Vitaminbonbon
    In kleinen Portionen lässt sich das Aloe Vera Gel auch pur als Bonbon genießen. Das erfrischt den Atem und sorgt für einen kleinen Vitaminkick.
  4. Fitnessdrink
    Da du dein Aloe Vera Gel mit sämtlichen Fruchtsäften und sonstigen Shakes vermischen kannst, eignet es sich idealerweise auch als Sportdrink. Auch beim Abnehmen kann dir das Gel behilflich sein. Es regt den Stoffwechsel an und fördert die Darmflora. Zudem hilft es dabei, die Gelenke zu schonen. Dazu dient sein enthaltenes Acemannan, dem Hauptwirkstoff der Aloe Vera. Dieser leitet nicht nur so ziemlich alle ihre heilenden Funktionen in die Wege, sondern kann sogar Gelenke stärken und somit Problemen wie Arthrose vorbeugen.

Aloe Vera in der Medizin

Die Aloe Vera wird zu verschiedenen medizinischen Zwecken genutzt. Diese Nutzungen sind Länderabhängig. So wird im Allgemeinen die Aloe Vera gegen Verstopfung eingesetzt, da ihre Mineralstoffe und Vitamine den Stoffwechsel anregen und den Stuhlgang einweichen. Gerade nach Operationen leiden die Betroffenen unter Verstopfungen. Sollte die Aloe Vera gegen Verstopfung eingesetzt werden, sollte diese Behandlung vom Arzt beobachtet werden.

Andere medizinische Zwecke finden sich in Indien. Hier ist die Aloe Vera ebenfalls schon seit vielen Jahren ein gelobtes Produkt in der Heilkunde. Neben Verstopfungen wird sie hier auch bei Infektionen, Haut- und Wurmerkrankungen und sogar Bauchtumoren verwendet. In China wir die Aloe Vera speziell gegen Pilzerkrankungen eingesetzt.

Aloe Vera im Sport

Schon mehrmals erwähnten wir die wirkungsvolle Kraft der Aloe Vera für Sportler. Hierbei erweist sich das Gel besonders nützlich, vor allem für deine Muskeln und Gelenke. Mittlerweile gibt es die Aloe Vera in vielen verschiedenen Produktvarianten zur Konsumierung für Sportfreunde, unter anderem als Fitness-Shake.

Der wohl wichtigste Effekt für Sportler ist die entzündungshemmende und schmerzlindernde Kraft der Aloe Vera. Dies macht sich vor allem bei Muskelschmerzen, Zerrungen, Gelenkproblemen und anderen Verletzungen, wie Verstauchungen, nützlich. Das Gel minimiert mit seiner kühlenden Wirkung Schwellungen und hilft somit bei Muskelverspannungen. Es fördert ebenso die Durchblutung und trägt somit zu einer schnelleren Heilung bei. Dadurch, dass die Aloe Vera ein Naturtalent im Durchdringen der Haut ist, kommt sie auch bis in die letzte Hautschicht, wodurch sie den Körper von allen Bakterien befreit. Dies fördert nicht nur eine schnellere Wundheilung, sondern auch das Immunsystem deines Körpers. Für Sportfreunde ist dies immer eine gute Sache.

Zu guter Letzt wäre da noch die erfrischende Wirkung der Aloe Vera. Als wäre man gerade frisch geduscht. Nun ja, vielleicht nicht ganz so frisch, aber sehr nah dran. Jedenfalls verspricht die Aloe Vera ein pures Wohlgefühl für deinen Körper, wenn du deine Haut nach einer guten Sportsession mit einer Feuchtigkeits-Kur verwöhnst. Alternativ kannst du aus unserer Rezeptabteilung auch das erfrischende Sprühwasser herstellen. Gerade in den heißen Sommertagen, zum Beispiel nach einer Wanderung in den Bergen, wirkt das Aloe Vera Spray wie ein Wunder.

Anwendungshinweise bei Überdosierung oder falscher Anwendung

Nun denn. Zu jeder schönen Seite gibt es auch eine, die weniger schön ist. Obwohl die Aloe Vera außergewöhnliche Heilkräfte hat und durchaus hilfreich sein kann, so birgt sich doch ein gewisses Risiko an Nebenwirkungen. Zudem ist der Einsatz von Aloe Vera teils stark umstritten. So sollte gerade bei Darmerkrankungen und Schwangerschaften komplett auf Aloe Vera verzichtet werden. Darüber hinaus soll der Einsatz von dieser Pflanze und ihrem Gel nur erfolgen, wenn andere Hilfsmittel nicht wirken. Es gibt also gewisse Regeln, die zu beachten sind. Wie bereits erwähnt: weniger ist in diesem Fall mehr. Hierzu haben wir einige Risiken und Nebenwirkungen gelistet, die bei falscher Einnahme oder Dosierung durch das Gel ausgelöst werden können. Um dieses Problem gänzlich zu vermeiden, ist es immer am besten, gerade in medizinischen Fällen, einen behandelnden Arzt/Ärztin zu verständigen.

Risiken

Die Aloe Vera hat viele gute Mineralstoffe und Vitamine, die allerdings zu einigen Zeiten für den Menschen alles andere als wohltuend sind. Die Wirkung ist hierbei von Bedeutung, denn diese ist auch bei einer kleinen Dosis extrem stark. Gerade bei der inneren Anwendung ist dieser Punkt unter einigen Umständen mehr kritisch als positiv zu bewerten. Denn bei einigen Krankheiten gilt die Aloe Vera als Unruhestifterin. Darum ist es wichtig zu verstehen, dass diese Pflanze und ihr Gel Nahrungsergänzungsmittel und keine Hauptnahrungsmittel sind. Die nachfolgenden Risiken beziehen sich in erster Linie auf Krankheiten und medizinische Anwendungen und nicht auf andere Nutzungen, wie zum Beispiel für Sport.

Bei Schwangerschaften kann das Aloe Vera Gel durch seine starke abführende Wirkung Wehen verursachen, was gegebenenfalls zu Frühgeburten oder Schwangerschaftsabbrüchen führen kann. Auch während der Stillzeit oder Menstruation wird von einer inneren Anwendung des Gels abgeraten. Zudem sollten auch Kinder unter 12 Jahre kein Aloe Vera Gel zur inneren Anwendung bekommen.

Obwohl der Aloe Vera Saft (und damit meinen wir das verdünnte Gel) bei Verstopfung hilft, so ist er nicht für alle Magenkrankheiten geeignet. Bei Blinddarmentzündungen, unerklärlichen Bauchschmerzen, entzündliche Darmerkrankungen und -verschluss ist die Einnahme von Aloe Vera Saft tabu. Bei Verstopfungen ist die Anwendung nur ratsam, wenn diese mit dem Arzt abgesprochen und andere Heilungswege, wie zum Beispiel eine Ernährungsumstellung oder andere Medikamente, erfolglos bleiben. Die Dauer der Anwendung spielt hierbei auch eine wichtige Rolle. Sie sollte im Idealfall nur eine, maximal zwei, Wochen dauern. Andernfalls können Schäden in der Darmschleimhaut verursacht werden. Ist die Darmschleimhaut gereizt, so reagiert der Körper erneut mit Verstopfung. Zudem kann es bei zu langer Anwendung zu einem erheblichen Kaliumverlust kommen. Kalium ist wichtig für eine einwandfreie Zellen- und Nervenfunktion und daher ein besonderes Gut für unseren Körper.

Generell gilt, die Aloe Vera nicht nach Operationen oder bei Nierenerkrankungen einzusetzen. Auch hier kann die starke Wirkung für böse Überraschungen sorgen und Krankheiten verschlimmern.

Nebenwirkungen

Nicht nur Überdosis und falsche Anwendungen können zu unangenehmen Nebenwirkungen führen, sondern auch die alltägliche Nutzung von Aloe Vera. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen:

  • Verstopfung
  • Krämpfe im Magen-Darmbereich
  • Kaliummangel
  • Allergische Reaktionen bei Hautunverträglichkeit (sehr selten)
  • Rote Färbung des Harns (ungefährlich)
  • Beschleunigter Knochenaufbau
  • Herzarrhythmien (bei Herzerkrankungen)

Auch wenn einige dieser Nebenwirkungen ungefährlich sind, so ist es dennoch ratsam, eine*n Arzt/Ärztin zu konsultieren und die Dosierung der Aloe Vera genauestens abzuklären.

Resümee zur Aloe Vera

Alles in allem ist die Aloe Vera eine verlässliche Pflanze, die due einfach und bequem als Zimmerpflanze halten kannst. Sie nutzt dir in vielerlei Lebenslagen und ist eine tolle Vitaminbombe für Körper und Geist. Wenn du dir bei einigen Anwendungen unsicher bist, dann konsultiere eine Fachperson, zum Beispiel einen Arzt/ Ärztin oder einen Kosmetiker/in. Insgesamt sind diese Pflanze und ihr Gel jedoch positiv zu bewerten, aber davon solltest du dich auch selbst überzeugen. Ob als eigene Zimmerpflanze oder verarbeitetes Produkt: sei willkommen in der tollen Welt der Aloe Vera!

FAQ – Häufige Fragen zur Aloe Vera

✔️ Wie kann ich eine Aloe Vera Pflanze vermehren?

Schnapp dir a Kindel. Dies sind kleine Seitensprosse, die ihre eigenen Wurzeln haben. Die Kindel kannst du wunderbar als Ableger in einem anderen Topf pflanzen. Alternativ kannst du Stecklinge verwenden.

✔️ Wann topft man einen Aloe Vera Ableger um?

Einen Ableger kannst du umtopfen, wenn deine alte Aloe Vera bald nicht mehr unter den Lebenden weiht oder wenn sie zu groß wird.

✔️ Wann wurzelt eine Aloe Vera?

Im Durchschnitt wurzelt diese Sukkulente nach 1 bis 2 Wochen.

✔️ Wie oft sollte ich meine Aloe Vera gießen?

Gießen solltest du wenig und nur wenn die obere Bodenschicht trocken ist. Achte aber darauf, dass das Wasser sich nicht staut.

✔️ Wie viel kostet eine Aloe Vera?

Die Kosten hängen von der Größe der Pflanze ab. Die Durchscnittspreise liegen zwischen 6 und 15 €.

✔️ Wo kann ich Aloe Vera kaufen?

Die Pflanze erhältst du im Blumenladen, wo du dich auch ihrer Gesundheit versichern kannst. Aloe Vera Produkte wiederum findest du in jedem Drogeriegeschäft oder in der Apotheke.

✔️ Woran erkenne ich eine echte Aloe Vera?

Diese Pflanze erkennst du an ihrem sehr kurzen oder nicht vorhandenen Stamm. Außerdem hat sie grau-grüne Blätter mit kleinen Zähnen dran.

✔️ Wann topfe ich eine Aloe Vera um?

Die Aloe Vera muss ca. alle zwei bis vier Jahre umgetopft werden. Dies hängt von der Größe und somit dem Alter der pflanze ab.

✔️ Wie benutze ich frisches Aloe Vera Gel?

Aus dem Gel kannst du viele verschiedene Produkte anfertigen. Für die optimale Lagerung empfehlen wir dir, das frisch geerntete Gel im Kühlschrank oder im Gefrierfach aufzubewahren.

✔️ Ab wann blüht eine Aloe Vera?

Die Blütezeit der Aloe Vera ist im Frühjahr.

✔️ Wie lange ist das Gel haltbar?

Die Haltbarkeit hängt von der Lagerung ab. Am längsten hält sich das Gel im Gefrierfach, wo es einige Monate haltbar ist.

✔️ Wie alt werden Aloe Vera Pflanzen?

Die Aloe Vera kann im Durchschnitt bis zu 10 Jahre alt werden, was allerdings auch von der Pflege abhängt.